Kurz & gut

Neues Festival
»VRHAM!«


Sponsoren, aufgepasst! Im Juni findet in Hamburg erstmals ein Festival der Virtuellen Künste statt, „VRHAM!“ (Virtual Reality & Arts HAMburg) heißt das Projekt, das zwei Ex-Kollegen des Thalia Theaters ausgeheckt haben. Ulrich Schrauth, ehemals Künstlerischer Betriebsdirektor, und Theresa Twachtmann, Ex-Geschäftsführerin des Thalia Theaters, präsentieren mit weiteren Hamburgern und internationalen Partnern im Rahmen der Phototriennale 2018 ein Festival, das der zunehmenden Digitalisierung unseres Lebens Rechnung tragen will. Das Programm verspricht virtuelle Kunst für alle: In einem Virtual-Reality-Zentrum können Besucher VR-Kunst und Live-Performances erleben, dazu gibt’s kuratierte virtuelle Führungen, Vorträge und Präsentationen von VR-Projekten junger Hamburger Nachwuchskünstler. Zudem wird ein Jury- und Publikums-Award vergeben. Das Festival soll aber nicht nur virtuelle Kunst zeigen, sondern auch die gesellschaftlichen, psychologischen, ökonomischen und ethischen Perspektiven der Digitalisierung ausloten und diskutieren. Ein gemeinnütziger Verein wurde soeben gegründet, neue Mitglieder und Unterstützer sind herzlich willkommen.

7. bis 17. Juni, Kreativzentrum Oberhafenquartier, 
vrham.de
, kontakt: 
info@vrham.de
 

Meditation über die Elbe
Der Hamburger Fotograf Jo Röttger liebt „seinen“ Fluss und gewinnt ihm seit Jahren – stets mit demselben Bildausschnitt vom Balkon eines Blankeneser Kapitänshäuschens – immer neue Ansichten ab. Wellen, Wolken und Wind, wechselnde Tages-, Nacht- und Jahreszeiten verändern die Szenerie, Containerriesen, U-Boote und alte Frachtsegelschiffe treten wie Charakterdarsteller auf und ab. So wird die Elbe zur Weltbühne – und wir zum dankbaren Publikum. Jo Röttger: Quer zum Strom, Junius Verlag, 24,90 Euro


Hafenmuseum
Glückwunsch, Ursula Richenberger!

„Wir haben die Chance, ganz neu zu denken, was ein Museum heute gesellschaftspolitisch leisten kann“, sagte Ursula Richenberger Mitte Dezember der „taz“. Seit Anfang des Jahres ist sie Chefin des zukünftigen Hafenmuseums, das bis 2024/25 entsteht. Als eine der wenigen Frauen im Hafen entwickelt sie gemeinsam mit Fachleuten und durch Recherchen in den Hafenmuseen von Helsingör, Liverpool und Antwerpen ihr Konzept. Ziel: den Hamburger Hafen von großer Weltwirtschaft bis zum Sehnsuchtsort erlebbar zu machen. 94 Millionen Euro schießt der Bund zu. Wir freuen uns darauf!

»Qualität zeigt sich oft im Kleinen. Besonders Familien mit kleinen Kindern benötigen viel Fingerspitzengefühl, damit keine Langeweile aufkommt. Und wo man sich als Kind wohlgefühlt hat, kommt man auch gerne später wieder – dann vielleicht als Veranstalter einer Incentive-Reise mit hundert Mitarbeitern ...«

Bernd Duckstein, Inhaber von stadterlebnis.hamburg, zum Thema Qualitätsoffensive für Hamburger Gästeführer


Willkommen
Drei Fragen an: Uwe Fischer, neuer Geschäftsführer Hamburg Messe (HMC)

Was schätzen Sie an Hamburg besonders? Wenn man sich wie ich ganz bewusst seine Wahlheimat aussucht, dann gibt es meist viele gute Gründe. Als Norddeutscher mag ich die Menschen und als Wassersportler vor allem den maritimen Charakter, die Elbe und die Nähe zur See. Hinzu kommt die Vielfalt dieser wunderbaren Stadt: Für jedes Vorhaben, jeden Anlass und jede Stimmung gibt es mehr als ein passendes Angebot.
Haben Sie ein Lieblingsviertel? Ich habe im Norden, im Osten und im Westen der Stadt gelebt und mich überall sehr wohlgefühlt. Beinahe jedes Viertel hat seinen ganz eigenen Charakter und seinen besonderen Charme. Das zeichnet diese Stadt aus und macht sie so interessant. Mir gefallen Szene-Viertel wie die Schanze, Ottensen und Altona genauso gut wie die Ruhe am Elbstrand oder ein Bummel an der Alster – eben je nach Bedarf.
Worauf freuen Sie sich am meisten? Auf ein dynamisches Team und einen ebensolchen Aufgabenbereich. 2018 ist gleich ein messestarkes und damit sehr dichtes, herausforderndes Jahr. Ich freue mich auf eine spannende Branche, internationale Veranstaltungen, das neue CCH und darauf, in einem modernen Traditionsunternehmen die Zukunftsstrategie mit umsetzen zu können. Last but not least ist es schön, nach Jahren des Pendelns wieder nach Hamburg und zur Familie zurückkehren zu können.



Kommunikation
Elphi-Kampagne räumt ab

Sie bescherte Hamburg 2017 einen ordentlichen Schub in die Weltöffentlichkeit, und das hat die „Elphie“ auch einer bereits mehrfach prämierten Kommunikationsstrategie zu verdanken. Kürzlich wurde die Kampagne auch bei den „PR Report Awards“ in den Kategorien Social Media, Bild und Bewegtbild, Event- und Livekommunikation und als beste Kampagne des Jahres ausgezeichnet.



Let’s get kinky!
Ein neuer Musical-Stern

Doch, es muss auch im Januar noch mal gesagt werden: „Kinky Boots“, das Musical von Harvey Fierstein und Cindy Lauper, hat alle Preise (u. a. sechs Tony Awards, inklusive „Bestes Musical 2013“) redlich verdient. Die Geschichte um den glücklosen Schuhfabrikantensohn, dessen Firma von Dragqueen Lola gerettet wird, hat das Zeug zum Dauerbrenner im Operettenhaus. Denn bis auf die etwas sperrige Übersetzung stimmt hier alles: Story, Darsteller, Choreografie, Musik, Bühne – und auch die Botschaft könnte nicht besser in unsere Zeit passen. Stage-Entertainment-Geschäftsführerin Uschi Neuß (Foto) fasst das so zusammen: „KINKY BOOTS feiert Weltoffenheit, Toleranz und Akzeptanz – ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Es ist ein Musical, das unsere Company in Aussage und künstlerischer Ausführung schmückt und das perfekt zu Hamburg und auf die Reeperbahn passt.” Dem ist nichts hinzuzufügen.




Container-Hostel
Zur Nachahmung empfohlen

Aus 86 alten Containern ein hippes Hostel bauen, und das im eher verschlafenen Warnemünde? Darauf muss man erst mal kommen. Die Hotelfachleute Christoph Krause und Anne Christin Mählitz setzten sich mit dieser Idee nicht nur in Warnemünde, sondern auch beim Deutschen Tourismusverband (DTV) durch und belegten den 1. Platz beim Tourismuspreis des DTV 2017. Mit Sternchen, möchte man hinzufügen. Warum? Ein Hostel mit Nachhaltigkeitsanspruch und Gemeinschaftsküche, kleinen ansprechenden Zimmern, einer Eingangshalle mit Kickertisch, Plattenspieler, und E-Gitarre zum Selberspielen, dazu Unisex- Toiletten für alle Geschlechter: Das spiegelt nicht nur den Zeitgeist gehobener Backpacker, sondern setzt auch ein touristisches Signal in Mecklenburg-Vorpommern. Und was ist mit Hamburg? Ein paar Container stünden hier schließlich zur Verfügung ...


FOTOS — Susanne Brennecke, vrham, Stage Enterteinment, PR
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